Herstellung von Hotform Blanks: erhitzen und abkühlen

Heiß, heißer, Warmumformung

Bei der Produktion geht es heiß her: Erste Station ist der Ofen, in dem Mangan-Bor-Stahlbleche (ThyssenKrupp Steel MBW 1500) zunächst auf Temperaturen von 880 bis 950 Grad Celsius erhitzt werden. Dadurch kommt ein exzellentes Umformverhalten zustande. Eine Aluminium-Silizium-Oberfläche schützt die Warmumformstähle beim Ofendurchlauf gegen Verzunderung. Auf Wunsch kann dieser Stahl auch ohne Beschichtung eingesetzt werden.

Beim anschließenden Warmumformen werden die Bleche dann in einer speziellen Umformpresse zu Bauteilen geformt und gleichzeitig abgekühlt. Die Abkühlrate liegt bei mehr als 30 Kelvin pro Sekunde. Das Ergebnis: eine extrem harte Gefügestruktur. Das Bauteil erreicht in der Regel Festigkeiten von 1.500 MPa. Festigkeiten, die heutzutage mit konventionellen Stahlgüten nicht zu erreichen sind.

Schweißnaht ohne Beschichtung

Die für das Warmumformen notwendige Schutzschicht aus Aluminium und Silizium hinterlässt Schwachstellen in der Schweißnaht. Um dem entgegenzuwirken, haben wir eine Laserentschichtungsanlage (LEA) entwickelt: eine Anlage, in der ein pulsierender Festkörperlaser zum Einsatz kommt. Dieser trägt auf beiden Seiten des Fügespaltes für die Schweißnaht einen jeweils 1,5 mm breiten Streifen der Beschichtung ab. So wird die Naht stärker und das Bauteil kann problemlos in der Warmumformung verwendet werden. Mit dieser Innovation haben wir unsere Führungsposition hinsichtlich der Anlagentechnik weiter ausgebaut.


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